Schlagwort: Space Opera

Besser als sein Ruf: Masters of the Universe (1987)

Im Grunde genommen lässt sich die ganze Tragik der Verfilmung von Mattels berühmter Spielzeugreihe und dazugehöriger Zeichentrickserie in einer Erkenntnis zusammenfassen: Es ist unmöglich es nicht falsch zu machen! Wem soll man es auch recht machen? Den Filmkritikern? Klar, die winken schon ab, wenn sie nur von der Idee hören. Den Kindern, die das Spielzeug lieben? Klar, viel Spaß bei der Produktion eines infantilen 90minütigen Werbeclips für Plastikschrott. Den Fantasy-Nerds und Space Opera Fans? Klar, viel Spaß beim Messen mit Star Wars, der unendlichen Geschichte und Star Trek. Nein, zu holen gibt es bei diesem Stoff nicht viel. Kein Wunder also, dass sich Cannon Films der Verfilmung der Spielzeugsaga annahm, eine Produktionsfirma, die in den 80er Jahren vor allem durch Action B-Movies mit Chuck Norris und Charles Bronson auf sich aufmerksam gemacht hatte und folgerichtig keinen Ruf besaß, den sie ruinieren konnte. Als Regisseur wurde der No Name Gary Goddard installiert und die Hauptrolle des He-Man bekam ein hoffnungsvolles Nachwustalent namens Dolph Lundgren, der ein Jahr zuvor als russischer Gegenspieler von Rocky seine Muskelkraft demonstrieren konnte. Dass von da an nichts mehr nicht schief gehen kann, scheint eine ausgemachte Sache zu sein. Doch, Überraschung, Masters of the Universe (1987), Flop an den Kinokassen, Hassobjekt von Kritikern, ist ein unerwartet launischer, unterhaltsamer und ziemlich bombastischer Film.

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Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre IV

Zum vorletzten Mal ein Sprung durch alle Nischen und Subnischen des fantastischen, prophetischen High-Tech-Genres. Dieses Mal soll   uns nicht nur der Blick auf die verschiedenen, möglichen Spielartendes Science Fiction genügen, zusätzlich wollen wir den Schritt über Ländergrenzen hinaus wagen, uns nicht nur mit dem – in den 80er Jahren sehr dominanten – US-Kino beschäftigen, sondern auch Europa und dem „Osten“ einen Besuch abstatten. Wie gewitzt Science Fiction Made in UDSSR aussehen kann, beweist der satirisch offensive Kin-dsa-dsa!, während Kamikaze 1989 schrille Dystopien aus Deutschland präsentiert. Le Dernier Combat inszeniert postapokalyptischen Horror aus französischer Sicht, Outland -Planet der Verdammten lässt unterkühlten britischen Thrill mit Space Western Motiven kollidieren… und dann landen wir doch wieder beim amerikanischen Blockbuster-Kino: Teil drei der Star Wars Reihe, Die Rückkehr der Jedi Ritter steht auf dem Programm, ebenso der unterschätzte Sci-Fi A-Movie Explorers, der alle Zutaten für großes Familienkino besitzt und in den 80ern leider Gottes zwischen Lucas und Spielbergs Blockbustern zerrieben wurde. Back to the Future, nach dem Klick.

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Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre III

Falls jemand noch auf einen Artikel wartet, der sich mit nur einer Spielart des 80er Jahre Science Fiction beschäftigt… Dieser wird nicht mehr kommen. Auch im dritten Teil gibt es einen munteren Sprung durch alle Spielarten und Abarten des Genres: Philosophisch Abstraktes in Ridley Scotts Blade Runner, noch Philosophischeres und Abstrakteres und vor allem Dystpopischeres in Lars von Triers Filmdebüt The Element of Crime, trashig angehauchte Unterhaltung im putzig naiven Zeitreise-Fantasy Hybriden Das Philadelphia Experiment, großes Space Opera Kino in Teil 2 5 der Star Wars Saga, Das Imperium schlägt zurück und gehässige Endzeitfantasien, mal satirisch, mal actionreich in Mad Max II und Robocop. Und damit genug der einleitenden Worte: Die Vergangenheit der Zukunft und die Zukunft der Vergangenheit warten.

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Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre – Weitaus besser als sein Ruf: Star Trek V

Trekkies sind echt gut darin, sich auf hohem Niveau zu streiten: Welche ist die beste Star Trek Iteration? Die Original-Serie? The Next Generation? Deep Space Nine oder Voyager werden von manchen auch gerne in den Ring geworfen. Ud die ganz Progressiven schwören gar auf die neue Netflix-Serie, die in vielen narrativen und ästhetischen Punkten komplett mit dem klassischen Star-Trek-Schema bricht. Dann natürlich die Frage nach dem besten Enterprise-Captain: Kirk, Picard, Janeway? Ebenso können Trekkies wunderbar über die Charakteristika der einzelnen Weltraumvölker diskutieren, über die kulturellen Grundfeiler der Vulkanier, der Klingonen oder Ferengi, über Vorzüge und Nachteile der Holodecks oder über physikalische Fragen rund um Gene Roddenberrys Weltraumepos. Worin sich aber die meisten einig zu sein scheinen ist die Zahlenmystik, die die Kinofilme der Saga betrifft. Die Star Trek Filme mit den ungeraden Zahlen sind Mist, die mit den geraden sehenswert. Ist auch einfach, wenn man sich durch den todlangweiligen Star Trek: The Motion Picture (1979) gequält hat, um dann vom grandiosen und durchdachten Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982) umgehauen zu werden. Wenn man vom darauffolgenden doch arg konstruierten Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984) konfus zurückgelassen wurde, um kurz darauf im imposanten Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) von einem Blockbuster überrascht zu werden, den sogar Muggel zu schätzen wussten. Und dann kam dieser Star Trek V: Am Rande des Universums (1989).

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