Schlagwort: Romantik

Die besten Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre III

Für unsere letzte Fantasy-Retrospektive wagen wir noch einmal den Blick in die Traumfabrik: Mit Spielbergs E.T., Reitmans Ghostbusters und Marshalls Big zeigt Hollywood, wie sich große Mainstream-Fantasy mit gehobener Qualität produzieren lässt. Für das Big Budget Independent-Kino ist aber auch noch genug Platz, und wer könnte dieses in den 80er Jahren besser vertreten als der Meister des Emo Grusels Tim Beetlejuice Burton höchstpersönlich? Der bekommt auch gleich noch Konkurrenz durch die wunderbare, sträflich unterbewertete Klassiker-Fortsetzung Return to Oz. Und wenn es etwas europäischer, arthausiger und anspruchsvoller sein soll… Wim Wenders poetisches Fantasy-Drama Der Himmel über Berlin und das neuseeländische Düster-Epos The Navigator sorgen für die notwendige Abwechslung zum amerikanischen Bombast-Programm. Egal ob Studio-Produkt oder unabhängiges Kunstwerk, sehenswert sind alle hier genannten Filme, auch wenn wir im Anschluss gerne wieder über die ein oder andere Nennung (und Nicht-Nennung) streiten können.

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Die besten Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre II

Fantasy und Märchen die Zweite: Dieses Mal klammern wir das fantastische Kino aus Europa mit den amerikanischen Vertretern des Genres ein: Zum einen skurril Satirisches mit den Hexen von Eastwick, zum anderen versponnen Unterhaltsames bei Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft. Die großartige Astrid Lindgren steuert dagegen poetische, stille Meisterwerke mit Ronja Räubertochter und Mio, mein Mio bei. Michael Ende ist auch mit von der Partie, mit der großartigen, ebenso poetischen Allegorie Momo. Und dann darf es auch mal richtig schräg werden: Jan Švankmajers Alice ist wohl eine der dunkelsten, abstrusesten Märchen-Interpretationen der Filmgeschichte überhaupt, während Terry Jones‘ Erik der Wikinger tief im Sagenschatz der nordischen Mythologie wühlt und daraus einen herrlich grotesken Mix aus Monty Python und Wickie und die starken Männer zaubert.

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Die besten Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre I

Die 80er waren ein Jahrzehnt der großen cineastischen Meisterwerke, aber ebenso auch ein Jahrzehnt der cineastischen Peinlichkeiten. In kaum einer anderen Dekade liegen verquaste Cheesiness und große ästhetische Reife so dich beieinander. Fast in jedem Film der Zeit findet man sie, die 80’s Ingredienzen, denen der Lauf der Zeigt nicht gut getan hat: Glitzernd, funkelnd, synthetisch albern… und retrospektiv betrachtet mitunter mehr als peinlich. Gerade das Fantasy-Genre bietet überbordernde Möglichkeiten, um all das bis zum Exzess auszuspielen, was die 80er so charmant trashig machte. Dementsprechend lautet die Frage in unserer ersten 80er Retrospektive nicht nur „Was waren die großen Meisterwerke des Fantasyfilms?“ sondern im selben Maße auch „Funktionieren diese noch in unserer Zeit?“. Und fürwahr, es gibt mehr als genug große Märchen und fantastische Filme, die man sich auch heute noch ohne Schamgefühl, mit viel Vergnügen oder gar echter Ergriffenheit geben kann… genug Meisterwerke für gleich mehrere Best-Of-Aufstellungen. In der ersten begegnen wir unorthodoxen Rotkäppchen-Interpretationen in der Zeit der Wölfe, genießen Märchen-Romantik am Tag des Falken, reisen durch die Zeit mit den Time Bandits, landen in einem alptraumhaften Paperhouse und gönnen uns größenwahnsinnige Lügenmärchen von Münchhausen persönlich.

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Die besten Filmdramen der 90er Jahre V

90er Filmdrama die Fünfte… Auch dieses Mal geht es auf eine Reise durch Länder und deren Mentalitäten. Im ersten Teil der Drei Farben Blau sucht Krzysztof Kieślowski in Frankreich nach dem Motiv der Freiheit und findet es in einer ästhetizierten Entwicklungsgeschichte. In Hitlerjunge Salomon sucht Agnieszka Holland nach den Gesichtern der Deutschen im Nationalsozialismus gesehen durch die Augen eines Juden, und in den beiden Independent-Dramen My private Idaho und Good Will Hunting versucht Gus Van Sant, sich den Außenseitern der amerikanischen Gesellschaft anzunähern. Gesellschaftliche Strukturen werden auch in Festen und Wiedersehen in Howards End aufgedeckt, in Rote Laterne führt die Unterdrückung des Ichs direkt in die Katastrophe und in Ein Herz im Winter gibt es trotz aller Fremd- und Selbstgeißelung doch wieder so etwas wie Hoffnung. Große Dramen vom Indie-Kino bis zum Historienepos, nach dem Klick.

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Die besten Tragikomödien der 90er Jahre IV

Ein letztes Mal: Lachen, weinen, auf ein versöhnliches Ende hoffen… Im letzten Teil unserer Tragikomödienretrospektive werden wir noch einmal international und historisch. Wir wandern von Amerika nach Europa, streifen französischen Lebenschic, werden mit den dunklen Seiten der italienischen Geschichte auf tragikomische Weise konfrontiert und finden komplexe gesellschaftliche Strukturen im Spanien des 20. Jahrhunderts. Ein nostalgischer Blick zurück in die 60er Jahre der USA und eine schrille Konfrontation mit Neurosen und Ängsten… aber eben auch das Überwinden der selben. Et voilà. Alles wird gut!

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Der beste Liebesfilm 2017: Call be my your name oder ein Lob des Eskapismus

Mit A Bigger Splash (2015) hat Luca Guadagnino wohl einen der am meisten unterschätzten Filme der letzten Jahre gedreht. Versteckt hinter der Fassade eines eleganten (Erotik-)Thrillers verbarg sich eine tiefe Verbeugung vor dem Savoir Vivre und der Gelassenheit und Schönheit des mediterranen Europas. Und hinter diesem Fest des dekadenten Lebens im Wohlstand wiederum verbarg sich eine kleine, subtile Parabel auf lokale und globale Ungerechtigkeiten, die Maskierungsfähigkeit des Menschen und die daraus resultierende soziale Schieflage. Vielen Kritikern war alles andere drumherum dann wohl doch zu eskapistisch und mit subtilen, kleinen Thrillern die in Italien spielen gewinnt man meistens auch kein Mainstreampublikum (selbst wenn man ein beachtliches Staraufgebot daran teilhaben lässt). Und so dürfte der Film, erst einmal, leider nur eine Randnotiz der 2010er Jahre bleiben. Anders wiederum erging es Guadagninos Nachfolgefilm Call me by your Name (2017), und das ist keineswegs selbstverständlich: Denn wenn es schon subtile Thriller an der italienischen Küste schwer haben, wie geht es dann erst queeren Liebesfilmen im italienischen Norden? Offensichtlich erstaunlich gut. Call me by your name durfte nicht nur vier Oscar- und drei Golden Globe Nominierungen einstreichen, darüber hinaus spielte er auch noch das zehnfache seine Budgets ein und wurde von vielen Zuschauern und Kritikern als einer der besten Filme des Jahres 2017 gefeiert… und bei Gott ist der Erfolg in diesem Fall gerechtfertigt…

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90er vs. 00er – Battle of the Kinojahrzehnts III: Erotikfilme, Liebesfilme und romantische Komödien

Testosteron und Imagination haben wir erst einmal durch. Mit dem Ergebnis einer knappen 4 : 3 Führung der 90er Jahre. Jetzt wollen wir sehen, welches Jahrzehnt, das Blut, die Hormone und die romantischen Gefühle besser in Wallung bringt. Nach dem Battle der Actionfilme und Thriller sowie der Fantasy- und Science Fiction Filme kümmern wir uns in diesem Duell um Liebe und Erotik. Schmachtfetzen und eskapistische Erotikfilme, große Romanzen und niedliche Romcoms… Let the Fights Hugs begin…

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Carrie Light – Rezension zum skandinavischen Mysterydrama „Thelma“

Im Zuge des Twilight- und Hunger-Games-Booms hat sich schon seit einigen Jahren das Genre des partiell romantischen, partiell mystischen, partiell actiongeladenen Teenie-Fantasy-Schinkens entwickelt. Besonders das Mystery-Element wurde in – letzten Endes ziemlich formelhaften – Epigonen wie Maze Runner oder Divergent in den Vordergrund inszeniert. Neben den großen Blockbustern hat sich aber teilweise in der Nische, teilweise überraschend erfolgreich eine ganz eigene Interpretation der Verbindung von Teenager-Weltschmerz und Fantasy entwickelt: Bissiger, kritischer und experimenteller als die großen Mainstreamproduktionen konnten so kleine Perlen des Genrekinos wie das düstere Vampirmärchen Let the right one in oder der französische Coming-of-Age/Kannibalismus-Bastard Raw entstehen, die sich bewusst der simplen Konsumierbarkeit der epischen Teenieschmonzetten entziehen und stattdessen ambivalent, bizarr und hermetisch daherkommen. In genau diese Ecke fällt auch das skandinavische Mysterydrama Thelma von Joachim Trier, das deutlich braver als die oben genannten Meisterwerke inszeniert ist, sich mit sublimen Tönen und einer ambigen Geschichte deutlich von den US-Genrebeiträgen abhebt.

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Die besten Liebesfilme der 90er Jahre I

Wow! Die 90er waren ein mehr als sattes Jahr für gute Liebesfilme. Und dementsprechend bekommen sie hier, wie schon die Horrorfilme, gleich zwei Artikel spendiert. Diese Überfülle an hervorragenden Liebesfilmen – insbesondere aus den USA – lag vor allem daran, dass das romantische Kino in den 90ern nicht nur ein- oder zwei- sondern gleich mehrspurig fahren durfte: Romcom und Screwball erlebten eine unerwartete Renaissance, Hollywood durfte sich und das Massenpublikum mit epischen Schnulzen erfreuen, Independentregisseure entedeckten plötzlich die Möglichkeiten des romantischen Kinos, und ganz nebenbei erblickten noch ein paar schwarze, düstere und abwegige Liebesreigen das Licht der Welt. Die besten Liebesfilme der 90er: Wir haben sie geschaut, gesammelt und liefern auch hiermit die erste Portion feinstes Romantikkino…

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Die besten Liebesfilme der 2000er Jahre

Nachdem hier vor kurzem die cineastische Erotik und Sexualität des letzten Jahrzehnts kanonisiert wurde, steht in diesem Artikel deren kleiner Bruder (oder große Schwester) im Mittelpunkt. Liebesfilme gab es viele in diesem Jahrzehnt. Und Gott sei Dank neben den aufgewärmten Tom Hanks und Meg Ryan Beziehungskisten auch Filme, die abseits abgedroschener Kitsch und Schnulz-Pfade zu begeistern wussten. Dabei war vor allem Europa (und insbesondere Frankreich) bei den schönsten Romanzen ganz vorne mit dabei. Dort zeigt sich ein positiver Trend, die Themen Liebe und Romantik nicht in banale Comedy-Form zu verpacken (Das Genre der „Romantischen Komödie“ hat so einige Leichen im Keller) sondern diese zum natürlichen Mittelpunkt der jeweiligen Filme zu machen. Aber auch das US-Independentkino hatte in den 00ern einige schmackhafte Romanzen im Gepäck. Hier nun also unsere Top 12 der besten Liebesfilme des vergangenen cineastischen Jahrzehnts…

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