Schlagwort: Horror

Netflix-Filmempfehlung: Velvet Buzzsaw – Die Kunst des toten Mannes (2019)

In der Dialektik der Aufklärung (1944) nutzen Max Horkheimer und Theodor W. Adorno den Begriff der Kulturindustrie um die Entwicklung der Kunst zur Ware zu kritisieren: Kunst verlöre in der Moderne ihren ideellen Wert und würde zum bloßen kapitalistischen Spielball, zum Tauschobjekt auf Märkten, nicht mehr der Genuss der Kunstzähle, sondern das sich mit Kunst umgeben, Netzwerken und eben auch der Handel mit der Kunst. Das verlockende an einem Begriff wie Kulturindustrie – der im gesamten 20. und 21. Jahrhundert als Kampfbegriff der Linken gegen jede Art von Eskapismus und Popkultur benutzt wurde – ist, dass sich in ihm so eine wundervolle Dichotomie eröffnet: Auf der einen Seite Kunst und Kultur, die ideell, idealistisch, vermeintlich zu höherem berufen sind; und Industrie auf der anderen Seite: Kalt, berechnend, pragmatisch bis hin zum Opportunismus. Und radikal zu Ende gedacht führt diese Dichotomie zum Sodom und Gomorrha für die Kunst an und für sich: Die Kulturindustrie wird zum Ort, an dem die Kunst siecht, geopfert wird auf einem Altar der Eitelkeiten, der Habgier und Niedertracht, ein Ort, der wie das mythische Sodom und Gomorrha nur durch einen radikalen, apokalyptischen, mörderischen Sturm gereinigt werden kann. Genau einen solchen Sturm entfacht Regisseur Dan Gilroy (Nightcrawler) in seiner Horrorsatire Velvet Buzzsaw mit der Kunst eines toten Mannes.

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Filmabriss: Source Code, Paul – Ein Alien auf der Flucht, Wir sind die Nacht

Es gibt mal wieder ein paar neue – und weniger neue – Kinofilme, die durch unseren Filmriss gejagt gehören. Im letzten Filmabriss habe ich mich ja dezidiert mit Nerdfilmen auseinander gesetzt. Und Paul – Ein Alien auf der Flucht, der neue Film von und mit Simon Pegg und Nick Frost hätte auch wunderbar in diesen Artikel gepasst. Ansonsten gibt es noch Source Code, den neuen Science Fiction Mysterythriller von Duncan Jones (Moon), sowie den Vampirthriller Wir sind die Nacht, mit dem die Deutschen auch etwas von dem internationalen Vampir-Hype-Kuchen abhaben wollen. Mit Twilight hat der grimmige Berlin-Film dennoch wenig gemein…

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Filmabend: Walt Disney vs. Zombies from Outer Space

Jepp, wir leben in Zeiten der Mashup-Kultur, des Zusammenpralls der Weltbilder und Ideen. Und was gibt es schöneres, als diesen Zusammenprall bei einem deftigen Filmabend zu forcieren und zu zelebrieren? Richtig: Heute wird alterniert. Disney – Zombies – Disney – Zombies… dazu ein knackiger Vorfilm, der Walt Disney auf kongeniale Weise mit den dunklen Seiten des Kinos konfrontiert… und jede Menge würziger, süßer, klebriger Speisen. Uns steht ein launiger, nerdiger und gut durchgeschüttelter Filmabend bevor. Viel Spaß!

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Get Out und die Repolitisierung des Horrorgenres

Nachdem der Horrorfilm in der Frühzeit des Kinos – und ein gutes Stück darüber hinaus – ein sehr beliebtes Genre war, verlor er in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts enorm an Wirkkraft und Zuschauerzahlen. Charles Nonon, der im Theater einen ähnlichen Rückgang am Horrorinteresse feststellen musste, begründete dies mit dem Schrecken des Zweiten Weltkrieges: „Wir konnten nie mit Buchenwald gleichziehen“, war sein ebenso erschreckender und plausibler Kommentar dazu. Und weiter: „Vor dem Krieg glaubte jeder, dass das Geschehen auf der Bühne unmöglich war. Nun wissen wir, dass diese und schrecklichere Dinge in der Realität möglich sind.“ Es dauerte eine ganze Weile, bis sich die Horrorunterhaltung aus dieser Schockstarre lösen konnte.

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Kurzrezensionen: Greenberg, Unknown Identity, Frozen

Noch ein paar Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Auch alles andere als hochaktuell. Greenberg wollte ich schon ewig rezensieren, bin ich aber nie so richtig dazu gekommen. Unknown Identity ist auch schon etwas länger her – da hätte es eigentlich sogar für eine zeitnahe Kinostartrezension gereicht – habe den aber irgendwie verdrängt, was gegenüber diesem grundsoliden, unterhaltsamen Thriller schon etwas ungerecht ist. Achja und den Direct-to-DVD Survivalthriller Frozen. Den habe ich als Letztes gesehen. Und würde ihn dann doch gerne so schnell wie möglich vergessen.

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Rezension zum Netflix-Horrorfilm Bird Box

Netflix-Filme… und man weiß immer noch nicht so ganz, woran man ist. So ein klassisches Hit or Miss eben. Eine Sache sollte sich mittlerweile aber ganz unabhängig von der individuellen Qualität eines jeden einzelnen Films und unabhängig von der Borniertheit von Big Ol‘ Hollywood in den Köpfen von Kritikern und Publikum durchgesetzt haben: Netflixfilme sind keineswegs das Online-Pendant zum Direct-to-DVD Markt des frühen 21. Jahrhunderts. Auch ein Netflixfilm kann großartige Bilder, hochklassige Schauspielleistung und verdammt effektive Special Effects bieten, kann einfach wie jeder andere abendfüllende Spielfilm auch absolut nach High Budget aussehen, mitunter sogar so gut sein, dass es geradezu eine Schande ist, dass er keine (größere) Kinoauswertung erhält. Besonders auffällig ist das, wenn Netflix Filme veröffentlicht, die anderen Filmen ähneln, die kurz davor, kurz danach oder sogar zeitgleich eine klassische Kinoauswertung erhalten. So auch im Fall des 2018er Horrorfilms Bird Box, der sowohl thematisch als auch ästhetisch derart nah dran ist am 2017er Indie-Horror „A quiet place“, dass man ohne zu übertreiben von einem Zwillingspaar sprechen könnte. Und das Überraschendste daran: Die Rollen scheinen vertauscht. Bird Box ist weitaus cineastischer, mainstreamtauglicher und – ja, leider auch – glatter als sein Kinopendant.

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90er vs. 00er – Battle of the Kinojahrzehnts IV: Horror, Mystery und Surreales

Nachdem das knisternde und romantische Kino sich als Stärke der 00er Jahre entpuppte und dieses sogar kurzfristig in Führung brachte, wenden wir uns an dieser Stelle den dunklen Seiten der cineastischen Jahrzehnte zu. Horror, Mystery, Surreales, fernab von dieser Welt und doch inmitten unserer Wirklichkeit beheimatet: Verzerrt, abseitig, erschreckend, absurd, beängstigend und der Realität auf grausame Weise ein Schnippchen schlagend. Die Besten der Bösartigen treffen sich hier zum Duell. Welches Jahrzehnt hat uns mehr und besser Angst gemacht? Welches hat uns besser verwirrt und zur Verzweiflung getrieben? Welches hat die stärkeren Rätsel aufgeworfen, die mächtigeren Paradoxien erschaffen? Im Angesicht der Geister, Dämonen und des Wahns wollen wir sehen, wie lange das brüchige Unentschieden (5:5) im Zweikampf der Filmjahrzehnte noch aufrecht zu halten ist.

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Die besten surrealen Filme und die besten Mysteryfilme der 90er Jahre

Das Mystery-Genre war in den 90ern – ebenso wie der Surrealismus seit jeher – eine filmische Gattung die eher an der Peripherie stattfand. Für ein Massenpublikum waren die Themen der Filme meist zu obskur, die Erzählhaltungen zu distanziert. Aber abseits von Hollywood gelang es dem Genre dennoch sich eine treue Fangemeinde zu erarbeiten. Insbesondere die Filme von David Lynch – der auch in den 00er Jahren überfleißig war – haben sich zu echten Kultfilmen der Szene entwickelt. Und dann gab es da natürlich noch den berühmten Mysteryboom in der zweiten Hälfte der Dekade: Angestachelt durch die TV-Erfolge von Akte X und schließlich den Höhepunkt mit dem Kassenschlager und Instantklassiker „The sixth Sense“ erlebend. Ironischerweise brachte die folgende Schwemme an Mystery-Epigonen keinen einzigen herauragenden Genrebeitrag hervor, stattdessen nicht viel mehr als ein müde Reihe an Plagiaten, die in die 00er Jahre hinüberschwappten, um das Publikum dort zu langweilen. Anyway, trotz des subkulturellen Flairs des Mystery, trotz der praktischen Nichtvorhandenheit des Surrealismus in den Kinosälen, gibt es hier auch in den 90ern so manches Entdeckenswertes. Wir haben es gesammelt…

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Kill List (2011) – Ein düsterer, gnadenloser Genrehybrid

Mal so ein kleines Rezensenten-Geständnis: Ich liebe die Kategorisierung Genre-Bastard, genauso wie ich Filme liebe, die in diese Kategorie fallen. Und auch wenn ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon habe, was ich unter dem Begriff „Genre-Bastard“ verstehe, so habe ich mir doch nie eine einheitliche Definition dieses Neologismus zu Gemüte geführt, obwohl ich ihn auch in anderen Rezensionen des öfteren lesen durfte. Also was ist, in meiner Lesart, ein Genrebastard? Natürlich erst einmal ein Kind, ein Spross von gleich mehreren verschiedenen Genres: Science Fiction, Horror, Fantasy, Drama, Thriller… am besten sind gleich mehrere klassische Filmgenres die Eltern und das Ergebnis ist ein herrliches Crossover ihrer besten, manchmal auch ihrer, schlechtesten Eigenschaften. Aber da ist ja auch noch mehr. Immerhin ist „Bastard“ alles andere als ein netter Begriff, ist er doch die – mittlerweile sowohl sozial als auch sprachlich – überholte Bezeichnung für ein uneheliches Kind, entstanden durch eine Affäre und rechtlich nicht als Nachkomme anerkannt. Und genau das sind auch Genre-Bastards: gezeugt außerhalb der konventionellen Genrerahmen, wie bereits gesagt gleich mehrere Genregrenzen überschreitend und dabei – und das ist in der Tat sehr wichtig – derart neben den üblichen Genrespuren, dass sie von keiner Kategorie so richtig akzeptiert werden, gerne auch den Fans des jeweiligen Genres gegen den Strich gehen und im krassesten Fall vom klassischen Genrepublikum rundheraus abgelehnt werden. Ein Genrebastard ist spröde, hässlich, schwer zu konsumieren, schwer zu ertragen und alles andere als klassische Genrekost. Und wozu diese lange Vorrede? Ihr werdet es euch denken können: Wenn ein Film die Kategorisierung Genre-Bastard verdient, dann Ben Wheatleys 2011er Thriller/Drama/Horror-Hybrid Kill List.

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Die besten Comicverfilmungen und Superheldenfilme der 90er Jahre

Batman und Robin, Captain America, Steel, Tank Girl, Das Phantom… Mit Fug und Recht wurden in den 90er Jahren der Superheldenfilm und die klassische Comicverfilmung für Tod erklärt, bevor das Genre in den 00er Jahren durch herausragende Beiträge ein unerwartetes Revival feierte. Ein paar gelungene Filme haben sich aber auch in dieses Jahrzehnt gemogelt, und die sollen trotz der Weltenretterflaute der 90er nicht unterschlagen werden

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Die besten Science Fiction Filme der 90er Jahre I

Viel Sehenswertes ist im Weltraum der 90er Jahre nicht geschehen. Dafür wie schon bei den besten Science Fiction Filmen der 00er umso mehr auf einer (potentiell) zukünftigen Erde. Das mag vor allem mit einem erneuten Endzeit- und Dystopienhype des ausgehenden 20. Jahrhunderts zusammenhängen (übrigens ganz ähnlich dem des ausgehenden 19. Jahrhunderts). Jedenfalls war der Blick in die Zukunft, den viele Filmmacher in den 90ern wagten, oft ein kritischer, skeptischer, einer, der relevante Themen der 90er aufgriff und in ein mögliches – von düsteres bis buntes – 21. Jahrhundert transformierte. Jedenfalls waren die gelungenen Prophezeiungen zahlreich genug vertreten, dass das Science Fiction Genre zwei Artikel spendiert bekommt… Den ersten Teil gibt es direkt hier…

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Hol’s der Teufel! – Rezension zur Shyamalan-Produktion „Devil“

Teufel auch! Es ist ja nicht unüblich, dass Filme rund um den Belzebub, dessen Vorkommen prominent platzieren, aber so direkt wie bei John Erick Dowdles „Devil“ ist das schon lange nicht mehr geschehen. Nicht nur, das der Höllenfürst gleich den gesamten Filmtitel für sich beansprucht, nebenbei lässt auch die Erzählerstimme in der Exposition keinen Zweifel daran, dass es im folgenden satanisch wird. Und während der gesamten Laufzeit stürzen derart viele teuflische Metaphern auf den Zuschauer nieder, dass dieser gar keine andere Möglichkeit hat, als Übernatürliches hinter dem Fahrstuhlslashermovie zu erwarten. Dieser wurde übrigens von M. Night Shyamalan produziert, womit auf Plakaten und in Trailern auch äußerst prominent geworben wird. Keineswegs selbstverständlich. War der Regisseur gegen Ende der 90er Jahre noch eine Art Aushängeschild für großartiges Mysterykino, hat er sich diesen Ruf im neuen Jahrtausend mit Filmen wie „The Happening“ (Die schlechtesten Filme der 2000er Jahre) und zuletzt „The last Airbender“ ordentlich zerstört.

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Die besten Tarantinoesken Filme der 90er Jahre

Allzu sehr unterscheiden sich die Tarantinoesken Filme der 90er nicht von denen der 00er Jahre. Auch hier gibt es die Tarantino-Instantklassiker, auch hier gibt es die Epigonen und auch hier gibt es die Filme, die irgendwie in das ‚Genre‘ reinrutschen, ohne dass sie es je darauf angelegt hätten. Und doch sind die 90er vor allem als das Jahrzehnt in die Filmgeschichte eingegangen, in dem die Tarantinoesken Filme ihren Siegeszug antraten. Fraglich, ob dafür ganz allein der Mainstreamerfolg von „Pulp Fiction“ verantwortlich gemacht werden kann… Vielleicht lag es  viel mehr daran, dass es nach der Grabenziehung der 80er zwischen Pop, Kunst und Midnightmovie Zeit für eine (für alle erfreuliche) Versöhnung war. Vielleicht war es für die Postmoderne einfach Zeit, nachdem die 80er alles Intellektuelle dekonstruiert hatten, sich auch ans Popcorn ranzumachen… Vielleicht war es auch einfach nur die plötzlich aufkeimende Freude kleiner Jungs, Geekfilme zu produzieren, die – warum auch immer – vom Feuilleton zur großen Kunst erklärt werden…  Anyway: 90er Jahre Pop-Exploitation, Gangsterromantik, Comicstilisierung, 70er Hommagen und Dekonstruktionen… nach dem Klick.

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Die besten Thriller der 90er Jahre I – Serienkillerfilme

Die 90er Jahre waren ein ausuferndes Jahrzehnt für Thriller und Krimis. Neben den klassischen Crime-Stoffen war es vor allem der Serienkillerfilm, der einen zweiten Frühling erlebte. Natürlich sind auch hier die Genregrenzen oft fließend: Viele der hier genannten Filme könnten ebenso gut in der Horrorecke stehen; von den unzähligen – oft pubertären – Slasherrevivals heben sie sich aber deutlich sowohl in ihren Ausgangspunkten als auch Umsetzungen ab. Ein perfekter Serienkillerfilm arrangiert psychologische Tiefgründigkeit mit ganz realem physischen Terror, sucht nach Motiven und Ursachen, ermittelt ebenso akribisch, wie er akribisch tötet und schafft dabei eine unheilschwangere, düstere Atmosphäre. So werden die guten dieser Filme nicht zum bloßen Thriller sondern zum komplexen Persönlichkeits- und Gesellschaftsporträt, wenn nicht gar zu brutalen, düsteren und apokalyptischen Anthropologien.

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Die besten Horrorfilme der 90er Jahre: Was ist mit Stephen Kings IT?

Im Jahr 2017 spielte die Verfilmung von Stephen Kings epischem Horrorroman ES eine große Rolle bei der Beantwortung der Frage, welcher denn nun der beste Horrorfilm des Jahres sei. Abgesehen davon, dass dies dem – allenfalls durchschnittlichen – Reboot viel zu viel der Ehre war (aber dazu an anderer Stelle vielleicht mehr), zeigt es doch ganz gut, dass die Stephen King Fangemeinde schon lange nach wirklich guten Verfilmungen ihres Meister dürstet. Ja, auch wenn es gelungene Ausnahmen gibt, die Kombination Stephen King und Film war schon immer und ist bis heute ziemlich holprig. Nicht ganz unschuldig daran ist der Meister selbst, der ausgerechnet die beste Verfilmung seiner Romane, Shining, rundheraus ablehnte und diesen Roman zu allem Überfluss auch noch mit einer etwas anderen Verfilmung – nach seinem (und wirklich nur nach seinem) Geschmack – beglückte. Anyway, den Tiefpunkt der Stephen King Verfilmungen stellen wohl die Miniserien dar, die in den 90ern über unsere Fernsehgeräte herfielen: The Stand, Langoliers, das schon erwähnte Shining Reboot… und ja, auch die Verfilmung von ES, die zwar unter diesen Verfilmungen die beste ist, aber doch unter den klassischen Schwächen einer King-Miniserie leidet.

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Die besten Fantasyfilme und Märchen der 90er Jahre

Fantasytechnisch mögen die 90er Jahre nicht so episch wie die 2000er sein. Es gab damals einfach keine große Lord of the rings Verfilmung, es gab keinen Harry Potter und keine Flüche der Karibik. Dafür gab es aber viele kleine Perlen, viele längst zu sehr vergessene Meisterwerk und auch so manchen Rohdiamanten. Und die folgen alle jetzt.

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Die besten Horrorfilme der 90er Jahre II

Wir machen weiter mit unserer 90er Horrorretrospektive und erwähnen gleich zweimal den King of Horror, Stephen King. Darüber hinaus allerlei Vampiristisches – von der klassischen Gothic Novel Adaption bis hin zu postmodernen Varianten. Außerdem das faszinierende Regiedebüt von Guillermo Del Toro, eine kultige Freakshow von Clive Baker, italienische Zombies, amerikanische Kannibalen und asiatische Mord- und Folterorgien. Die besten Horrorfilme der 90er, Teil 2, direkt nach dem Klick.

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Die besten Horrorfilme der 90er Jahre I

Im Vergleich zum 00er Horrorjahrzehnt stinken die 90er schon gewaltig ab… Während es im neuen Jahrtausend ein großartiges Zombie-Revival, eine neue Torture-Welle und ausgezeichnete asiatische Spukgeschichten gab, bleiben die 90er Jahre diesbezüglich genretechnisch ziemlich diffus und heterogen. Ein paar Gothic-Horror-Schinken, ein kurzes Slasher-Revival gegen Ende des Jahrzehnts, und das wars auch schon. Ansonsten viel Mittelmäßiges, Uninteressantes, Vergessenswertes… Kein gutes Jahrzehnt für den Horrorfan. Und dennoch findet sich auch in den 90ern die ein oder andere Genreperle. Wir haben sie für euch ausgegraben und sogar so viel gefunden, dass wir das Ganze wider Erwarten in zwei Teilen veröffentlichen können. Das erste satte Horrorpaket steht schonmal hier. Teil 2 in Kürze…

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Eiskalter Mummenschanz – Rezension zum besten (?) Horrorfilm des Jahres: Hereditary

Selten in den Jahren zuvor waren sich Horrorfilmfreunde und Kritiker derart einig: Noch bevor das Kinojahr zu Ende geht, eigentlich schon bei seinem Erscheinen, wurde Ari Asters Debütfilm Hereditary zum Horrorereignis des Jahres erklärt und auch gleich in die Tradition des in den letzten Jahren vielbeschworenen Genres des Post-Horror eingeordnet: Ein Logenplatz direkt neben – doch so unterschiedlichen – Werken wie The Vvitch, Get out und It follows, das nächste Meisterwerk, das dem Genre die notwendigen Innovationen verleiht und Horror zu so viel mehr macht, als das Genre in den Jahren davor war. Um mal gleich so viel vorweg zu nehmen: Ja, irgendwie ist es schon okayisch bei all diesen Filmen von Post Horror zu sprechen… und ja, irgendwie gehört Hereditary da auch rein, insbesondere Dank seiner Ähnlichkeit zum 2015er Meisterwerk The Vvitch… Und ja, für einen Debütfilm ist dieser kleine Genrebastard auch wirklich beeindruckend. Zum absoluten Meisterwerk – geschweige denn zum besten Horrorfilm des Jahres – taugt er aber dann doch nicht. Allein schon, weil er ein gutes Stück vor seinem Ende vollends in sich zusammenfällt und einen Genrehopser macht, der so manchen Horrorfan ratlos zurücklassen dürfte.

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