mussmansehen

Filme, die man sehen muss, Filme, die man sehen sollte, Filme, die es wert sind, gesehen zu werten. Ein Blog voller Rezensionen, Bestenlisten, Analysen und vielem mehr; rund um Filme, Kino und Serien.

Großartige TV-Unterhaltung: Der Tatortreiniger

Machen wir uns nichts vor: Die deutsche TV-Comedylandschaft liegt nicht nur brach, sie hat das im Prinzip schon immer getan. Diether Krebs und Iris Berben in allen Ehren, aber auch Sketchup war nie wirklich lustig; und ein Land, das diesen Comedy-Flick zu seinen humoristischen TV-Höhepunkten zählt, kann alles in allem nicht besonders viel Humor besitzen. Verständlich, dass sich auch kaum jemand hierzulande darüber aufregt, wenn wir von den South Park Machern als kollektiv humorlos verspottet werden, wenn unserer Humorlosigkeit gar eine ganze Episode gewidmet wird… Sie haben ja recht! Okay, es gab Loriot und der war wirklich groß. Aber darüber hinaus? Otto? Vielleicht vor zwanzig Jahren mal für fünf Minuten. RTL Samstag Nacht? Ein Saturday Night Live Rip-Off und bei weitem nicht so gut wie das Original. Alles Atze? Bitte! Dass es nur wenige rühmliche Ausnahmen im hiesigen TV-Betrieb gibt, wäre nicht so schlimm, wenn diese nicht so sträflich unter Wert verkauft, vernachlässigt oder auf die Arschloch-Sendeplätze verbannt werden würden. So gerade erst geschehen mit der herausragenden NDR-Comedy-Serie Der Tatortreiniger.

Weiterlesen

Kurzrezensionen: Timecrimes, Der Plan, Exam

Im Moment wildere ich ein wenig durch die Videotheken, um festzustellen, was ich so die letzten Jahre an Filmen im Kino verpasst habe, und natürlich auch, um ein paar Direct-to-DVD Veröffentlichungen abzugreifen, die Dank fehlender PR in den Videotheken-Regalen ein wenig vor sich hinstauben. Sind sie es trotzdem wert gesehen zu werden? Dieses Mal gibt es das volle Mysteryprogramm im Realitätscheck: Der düstere – schon etwas ältere – Zeitreise-Thriller Timecrimes, die an den Kinokassen etwas untergegangene Mystery-Romanze Der Plan und das Kammerspiel Exam, das sich in seiner „Geschlossene Gesellschaft“-Variante ungeniert bei Cube und LOST bedient. Lohnt es sich? Die Antwort nach dem Klick.

Weiterlesen

Schluss mit lustig! – Rezension zur fünften Stromberg-Staffel

Das ging dann alles doch schneller als vermutet. Im Überschwang der Vorfreude habe ich mir letzte Woche die Limited Pop-Up Edition zur fünften Stromberg-Staffel bestellt und deren Ankunft eigentlich erst die kommende Woche erwartet. Naja, Amazon hat mich bereits am Freitag mit dem Päckchen überrascht und das Wochenende war gerettet. Am Samstag Abend war ein Stromberg-Marathon angesagt: Immerhin 10 Folgen à 20 Minuten warteten darauf entdeckt und abgefeiert zu werden… Und es hat sich wieder einmal gelohnt. Nur soviel im Voraus: Die fünfte Staffel gehört mit zum Besten, was es von der großartigen Comedyserie – die ja alles andere als arm an Höhepunkten ist – bis dato zu sehen gab. Ich versuche die folgende Review so spoilerfrei wie möglich zu halten, was bei einer Serie natürlich immer etwas schwieriger ist. Wer Stromberg, Staffel 5 also so unbefleckt wie möglich sehen will, sollte gar nicht erst weiter lesen… wem ein kleiner, leicht verspoilerter Vorgeschmack nichts ausmacht, here we go.

Weiterlesen

„Büro ist wie Achterbahnfahren!“ – Stromberg-Retrospektive (Staffel 1 – 4)

Ich liebe Stromberg (2004 bis heute), seitdem die Serie das erste Mal über die deutschen Fernsehbildschirme flimmerte. Das Rip-Off der (ebenfalls genialen) britischen Satire The Office (2001 – 2003) gehört für mich zu den wenigen Fällen, bei denen das Remake besser funktioniert als das Original. Vielleicht liegt es daran, dass die Mockumentary und Parodie des klassischen Büro-Muffs, die Kombination aus Biedermeierei, fehlender Sensibilität und dreister Inkompetenz noch besser zur deutschen Arbeitswelt passt als zur britischen Mentalität. Vielleicht liegt es daran, dass Autor Ralf Husmann damals genau wusste, wo er die Vorlage abändern muss, wo er konkret Dinge finden konnte, die deutsche Verhaltensauffälligkeiten perfekt persiflieren. Vielleicht liegt es auch am herausragenden Cast, von Christoph Maria Herbst bis zu Bjarne Mädel. Auf jeden Fall war Stromberg immer groß… auch in seinen schwächeren Momenten. Kurz vor der fünften Staffel, die am 8. November auf Pro Sieben startet, will ich an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Blick auf die Vergangenheit des „schlechtesten Chefs der Welt“ werfen.

Weiterlesen

Harry Potter, Hitler und Appeasement: Der Zauberlehrling und das britische Trauma

Nicht mehr lange… Bald ist es so weit. Wenn Mitte Juli mit Harry Potter and the Deathly Hollows 2 der endgültig letzte Film über Hogwarts, Harry Potter und Lord Voldemort in den Kinos anläuft, wird damit eine Fantasyserie beendet, die Leser und Kinogänger in den letzten zehn Jahren permanent in Atem hielt. Die Erlebnisse des Schülers, Zauberlehrlings und Auserwählten sind bereits jetzt schon so etwas wie Literaturgeschichte, haben eine riesige Fankultur um sich versammelt, Autorin J.K. Rowling reich gemacht und zahllose Untersuchungen des Phänomens provoziert. Die Mythologie, die Religion, die klassischen Fantasy-Bezüge… Dabei lässt sich Harry Potter problemlos (und mit viel Spaß) ganz konkret beinahe zeitgenössisch lesen: Nämlich als Verarbeitung eines großen britischen Traumas der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Vom europäischen Schicksalsjahr 1914 über die Deutschlandpolitik der 30er Jahre, den Zweiten Weltkrieg bis hin zu 1945 und dem Schlussstrich unter die Verwirrungen der europäischen „Moderne“. Harry Potter und Lord Voldemort, Großbritannien und Adolf Hitler, Appeasement und Krieg… Parallelen und Analogien: Spoiler ahead!

Weiterlesen

Das Ende von LOST erklärt- …Oder zumindest ein Interpretationsversuch

Achtung! Dieser Artikel enthält massive Spoiler für sämtliche Folgen und Staffeln von LOST. Wer die Serie noch nicht komplett (!) gesehen hat, aber vorhat dies noch zu tun, sollte es tunlichst vermeiden weiter zu lesen, sofern er sich nicht den Spaß an unzähligen Überraschungen und Mindfucks kaputt machen will. Der Artikel richtet sich an Fans und Zuschauer der Serie und setzt entsprechend Kenntnisse über das Geschehen von LOST voraus.

„It only ends once, anything that happens before is just a progress!“ Es ist vollbracht, LOST ist zu Ende. Nach sechs Jahren und ebenso vielen Staffeln, nach unzähligen Mysterien geht eines der größten Serienereignisse dieses Jahrzehnts dem Ende entgegen. Und was war das für ein Ende! Zahllose Fans diskutieren sich – wie schon bei den Staffeln zuvor – die Köpfe heiß, lästern, weinen, freuen sich einfach oder sind schlicht und ergreifend erbost über den Abgang, der viele Fragen offen und unbeantwortet ließ. Gerade der himmelschreiende Pathos, mit dem die letzten 90 Minuten garniert wurden, sorgt für so manches Kopfschütteln, ebenso die religiöse, spirituelle Metaphorik und Auflösung sämtlicher Ereignisse und natürlich nicht zuletzt auch das Unterlassen vieler Antworten, das Offenlassen vieler Plot-Teile und das Ignorieren vermeintlicher Schlüsselszenen.

Weiterlesen

Meta-,- Meta-, Messerstecher – Rezension zu Scream 4

Es ist schon eine Crux mit den lange Zeit nach den Originalen nachgeschobenen Fortsetzungen… Und gerade in den letzten Kinojahren ging das selten gut aus: Indiana Jones 4? Katastrophe! Die Prequels der Star Wars Franchise? Nur noch ein Schatten der urspünglichen epischen Weltraumsaga. Und dann natürlich der Fortsetzungs- und Remakewahn im Horrorbereich (ganz zu schweigen von kruden Mashups wie Freddy vs. Jason). Nur selten gibt es Lichtblicke… Und wenn ausgerechnet eine Serie weitergeführt wird, die schon in den 90ern ein Revival darstellte – mit einem guten Film und zwei immer durchschnittlicher werdenden Fortsetzungen –  die zudem von Beginn an gerade mal als Trilogie angelegt war, ist erst Recht Obacht geboten. Insofern waren die Erwartungen an Scream 4 erst einmal niedrig, mehr als eine nette Nostalgieversanstaltung wurde nicht erhofft, und ein Blick auf die Mitkinogänger – Anfang 30, Horrorfilmfreunde, irgendwie noch in den 90ern beheimatet – ließ erahnen, dass es dem restlichen Publikum auch nicht viel anders ging.

Weiterlesen

Scream-Retrospektive II: Die beiden Fortsetzungen

Scream war angeblich von Anfang an als Trilogie angelegt. Ob diese Behauptung Wes Cravens und seines Stabes der Wahrheit entspricht, ist allerdings tatsächlich nur zweitrangig. Bei dem überbordernden Erfolg der Slasher-Renaissance, war es selbstverständlich, dass eine Fortsetzung folgen musste… und ein dritter Teil war schon vor dieser klar eingetütet. Ist ja auch generell nichts verwerfliches. Wobei das Slasher-Genre wie schon im ersten Teil der Retrospektive festgestellt, vielleicht prädestiniert für Fortsetzungen ist, diese allerdings meistens ziemlich müllig daherkommen. Immerhin hatte Craven bis zur Weiterführung der Scream-Franchise die Regie-Finger von Nachfolgefilmen gelassen (abgesehen von einem ziemlich gelungenen, ebenfalls mit der eigenen Selbstreferenzialität spielenden Nightmare on Elmstreet Teil). Also schauen wir uns an, wie sich die beiden Scream-Fortsetzungen im Vergleich zum ersten Teil schlagen…

Weiterlesen

Scream-Retrospektive zur Einstimmung auf Teil 4 der Slasher-Saga I: Das Original

Wes Craven muss schon ganz schön dicke Eier haben oder ein hoffnungslos naiver Optimist sein, dass er es sich tatsächlich traut einen vierten Teil der Scream-Franchise ins Kino zu bringen. Immerhin war Scream von Anfang an als Trilogie angelegt, was der Stoff an und für sich keinesfalls selbstverständlich hergibt. Dann die Tatsache, dass die Scream-Filme von Teil zu Teil dünner und unspannender wurden. Ganz zu schweigen von der miesen Erfahrung, die aus der Geschichte der Slasher-Fortsetzungen resultieren dürfte: Jason? Totgemetzelt. Freddy? Irgendwann nur noch ein Schatten seiner selbst. Mike Myers? … Sprechen wir nicht darüber. Und schließlich der letzte und wesentliche Punkt. Scream, damals schon das Revival eines totgesagten Genres, wirkt in Zeiten der Saws und Hostels gleich wie ein doppelter Anachronismus. Die darin gezeigte Gewalt, die im Mainstreamkino der 90er tatsächlich noch ungewöhnlich war, wurde für ein Massenpublikum mittlerweile derart pervertiert, inflationiert oder einfach detaillierter aufbereitet, dass Scream selbst in der uncut-Version scheinbar wie der brave Großvater heutiger Blutorgien wirkt. Sei es drum… Wes Craven beweist Mut (oder Dummheit); und so startet Scream 4 diese Woche in unseren Kinos. Und für alle, die sich auf ein nostalgisches Wiedersehen mit dem – in diesem Fall gleich doppelt nostalgischen – Slasherklassiker freuen (so wie ich), gibt es an dieser Stelle eine kleine kritische Würdigung der drei Vorläufer. Wir beginnen mit Scream 1, dem Klassiker von 1996. Die beiden Fortsetzungen folgen in einem seperaten Artikel.

Weiterlesen

South Park: Season 15 – Was bisher geschah…

Die schönste Zeit des Jahres steht kurz bevor. Am 27. April 2011 startet die 15. South Park Staffel, kurz nachdem Trey Parker und Matt Stone einen Vertrag für weitere drei Staffeln bei Comedy Central unterschrieben haben. Für schwarzen Humor und infamen Zeichentrick ist für die nächsten Jahre also gesorgt. Und da es nun wirklich nicht mehr lange dauert, bis wir die neuesten Folgen der beliebten, qualitativ erstaunlich konstanten, schwarzhumorigen Zeichentrickserie online genießen können, lohnt sich doch nochmal ein kleiner Rückblick auf die vergangene Staffel, um den Appetit auf das kommende Material von Trey Parker und Matt Stone anzuheizen.

Weiterlesen

Regisseur Sidney Lumet gestorben

Gestern ist der amerikanische Regisseur Sidney Lumet im Alter von 86 Jahren gestorben und hinterlässt damit eine große Lücke in der amerikanischen Filmszene. Lumet gehörte zu jenen Regisseuren, die über die Jahrzehnte hinweg unermüdlich drehten, sich selbst nie verrieten, neue Filmkonzepte und Bewegungen in ihre Arbeit aufnahmen und dennoch ihrem eigenen Werk treu blieben. Davon zeugt seine beeindruckende Filmographie, deren Beginn in den 50er Jahren liegt und die bis in das 21. Jahrhundert reicht. Ein kleiner Rückblick…

Weiterlesen

Stagnation of the Dead? – Grenzen und Möglichkeiten des aktuellen Zombiefilms

Das große Horrorrevival des letzten Jahrzehnts war neben der Kommerzialisierung des Torture Porns durch Remakes wie „The Hills have Eyes“ und Neuschöpfungen wie Hostel vor allem die Renaissance des Zombiefilms. Diese brachte einige sehr gute, einige gute und sehr viele schlechte Filme hervor. Gerade die unzähligen B-Movie-Massenprodukte lassen es mitunter so erscheinen, als sei das Genre erneut – wie schon in den 80ern – mittlerweile zu Tode getrampelt, beziehungsweise, wenn man den klassischen Zombiefans folgt, zu Tode gerannt. Aber gibt es nicht auch Lichtblicke? Ist tatsächlich der rennende Zombie an der Stagnation Schuld? Ist alles aus diesem Horrorbereich ausgeschlachtet? Das Subgenre zu Ende definiert? Und welche Filme beweisen ganz oder in Ansätzen das Gegenteil? Eine Bestandsaufnahme.

Weiterlesen

Oscar Nominierungen 2011 – Der immer wieder überraschende Traditionalismus der Academy

And the Winner is…. wird sich zeigen. Wie jedes Jahr liefern aber bereits die Nominierungen (und noch mehr die Nicht-Nominierungen) genug Stoff für Tratsch über aktuelle Filmtrends und vor allem darüber, wie die Academy aktuelle Filmtrends einschätzt und bewertet. Und wie so ziemlich jedes Jahr offenbart diese auch 2011 unverhohlen ihren Hang zum Traditionalismus.

Weiterlesen

Was sind Korsakow Filme?

Als Mediengestalter und Regisseur Florian Thalhofer im Jahre 2000 einen Film über Alkoholismus drehte  (Korsakow Syndrom), suchte er nach einer Möglichkeit, dem Sujet auch narrativ und ästhetisch gerecht zu werden. Aus diesem Antrieb entstand das so genannte Korsakow-System, eine Oberfläche für nonlineare Dokumentar- und Spielfilme. Zehn Jahre ist dies mittlerweile her und die Korsakow-Filme haben es trotz faszinierender Ideen und großartigen daraus entstandenen Dokumentationen leider nie über einen gewissen subkulturellen Bereich hinaus geschafft.

Weiterlesen

3D-Kino – Zukunft oder Eintagsfliege? – Teil 2

In Teil 1 habe ich mich mit den Apologeten und Kritikern der neuen Technik auseinandergesetzt und einen Blick auf die aktuelle Real-D-Filmlandschaft geworfen: Das Zwischenfazit. Auf der einen Seite stehen die technikfeindlichen, konservativen Cineasten, auf der anderen die enthusiastischen, bildervernarrten Techniknerds. Beide Seiten haben wunderbare Argumente für und gegen die Technik und beide Seiten stehen in einer unendlich langen kulturellen Tradition des Generationenkonflikts. Die derzeitigen Filme, die eine vermeintliche kulturelle Evolution verkünden leben primär von ihrer Bildgewalt und stehen vollkommen unter dem Scheffel des gefeierten 3D-Effektes selbst. Bleibt die Frage: Wie evolutionär ist dieser? Wie verändert er Sehgewohnheiten und steckt in ihm tatsächlich das Potential die Kinowelt zu revolutionieren?

Weiterlesen

3D-Kino – Zukunft oder Eintagsfliege? – Ein Kommentar in zwei Teilen

Zu den Problemen des 3D-Effekts beim Blockbuster Avatar habe ich mich ja bereits in der Rezension zu dem Kassenmagneten geäußert. Ein Artikel von Oliver Lysiak bei Moviepilot unter dem Titel „3D nervt!“ hat mich nun dazu inspiriert, dem letzten cineastischen Schrei einen eigenen Kommentar zu widmen. Dabei versuche ich mich was Polemik betrifft – im Rahmen des Möglichen – weitestgehend zurückzuhalten. Ich selbst bin alles andere als ein Freund des derzeitigen Real-D und Fake-D Trends, will diesen Artikel aber dennoch so objektiv wie möglich halten. Es geht hier weder um eine Verfluchung noch eine enthusiastische Abfeierung der neuen Möglichkeiten. Der Blick soll sowohl Apologien als auch Kritiken zu Wort kommen lassen, gerade weil beide Fronten mitunter so verhärtet scheinen, dass eine sachliche Diskussion alles andere als einfach ist. Genau diesen Fronten werde ich mich im ersten Teil widmen. Wie sind ihre Argumente? Sind diese haltbar? Ist der Graben zwischen ihnen wirklich so tief? Von dieser Basis aus werde ich mich langsam durch das Thema schlängeln, vorbei an einer Beobachtung des Effekts als solchenbis hin zu einer utopischen, optimistischen Prognose darüber, was 3D in Zukunft alles leisten könnte.

Weiterlesen

Euphorie, Hype, Fanboys, Kritiker, Nörgler, Quängler, Klugscheißer und der ganze Rest…

Bevor ich anfange, muss ich hier erst einmal was loswerden: Ich halte Tarkowski für ziemlich überschätzt. Viel zu orientierungslos erscheint mir sein Epos Andrej Rubljow, der viel gefeierte Stalker dümpelt in naiven, metaphysischen Fahrwassern und die geniale, komplexe Erzählung von Philip K. Dick „Solaris“ hat der russische Avantgarde-Regisseur auf eine simple, spirituelle Botschaft reduziert. Einzig der kaleidoskopische „Spiegel“ vermag es, mich wirklich mitzureißen. Aber der Kampf gegen Tarkowski käme einem Kampf gegen Windmühlen gleich: Der russische Autorenfilmer ist eine Ikone und ein immer gerne genommenes Schwert, wenn es um den Kampf gegen die Kritik an aktuellen Kinofilmen geht.

Womit wir beim Thema wären: Weiterlesen

Schlingensief-Retrospektive: Talk 2000

Deutschland 1997. Die Talkshows des Privatfernsehens boomen: Hans Meisner, Ilona Christen, Andreas Türck… es nimmt kein Ende. Wie Pilze schießen sie aus dem Boden: Lauter, aggressiver, hektischer… Und Christoph Schlingensief ist der Meinung, dass jeder, wirklich jeder eine Talkshow moderieren kann. Um das zu beweisen, nistet er sich im Keller der Berliner Volksbühne ein, lädt Gäste und Freunde, Prominente und Leute von der Straße und fabriziert acht Sendungen seines ganz eigenen Trashformates: Talk 2000; Zurück zum Privaten…

Weiterlesen

Sechs weitere Bücher die unbedingt noch verfilmt werden sollten…

Vieles Literarisches gibt es noch, was auf die große Leinwand gehört. Nach dem ersten vorsichtigen Ausblick nun also weitere sechs Bücher, die verfilmt werden sollten, könnten, müssten und höchstwahrscheinlich demnächt irgendwann ihren Weg in die Filmpaläste dieser Welt finden werden. Dieses mal gibt es teuflische Elixiere von David Lynch,  einen deutschen Kinderbuchklassiker als Anime, Michael Bays Version des ersten Weltkrieges, Euklid im Disneyland, Platon und Jarmusch beim Kaffetrinken sowie ein größenwahnsinniges Eichingerprojekt.

Weiterlesen

Sechs Bücher, die unbedingt noch verfilmt werden sollten…

Sherlock Holmes, Das Bildnis des Dorian Gray, In meinem Himmel… das Kinojahr 2010 beginnt wie schon viele Jahre zuvor mit einer ganzen Reihe an Bestseller- und Klassikerverfilmungen. Das Filmgeschäft liebt seine literarischen Vorlagen, pflegt sie und verwertet sie in regelmäßigen Abständen neu. So ist Robert Downey Jr. auch nur einer von unzähligen Darstellern, die bereits in die Rolle von Sir Conan Arthur Doyles Meisterdetektiv schlüpfen durften (Peter O’Toole, Rupert Everett, Michael Caine, Basil Rathboone… um nur die bekanntesten zu nennen) . Auch Dorian Gray ist in seiner Emogothic-Version nicht die erste Adaption von Oscar Wildes Klassiker. Umso erstaunlicher scheint es, das einige Romane, Erzählungen, Dramen und sonstige Schriftstücke noch keinen Weg auf die Leinwand gefunden haben. Die Literaturlandschaft gibt doch so viel mehr her als Thomas Mann, Edgar Allen Poe und Stephen King, so viel mehr, was es wert ist, seinen Weg in die Filmpaläste zu finden. Daher an dieser Stelle eine kleine Wunschliste, eine Vorhersage von möglichen Verfilmungen diverser Schriftstücke, wie sie demnächst auf uns zukommen könnten… gelungen, misslungen, kurios oder einfach nur folgerichtig… Wie werden sie wohl aussehen?

Weiterlesen